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Mittwoch, 15. Februar 2012

Fehlende Worte

Jeder Tag ist wie die anderen Tage zuvor, nichts besonderes, nichts spektakuläres.
So war es jedenfalls bisher.
Der Moment deines Erscheinens hat diesen regelmäßigen Ablauf komplett verändert.
Es ist nicht so, dass der Tag spannender geworden ist,
aber die Momente, wie solche, wenn ich dich sehe,
lassen meine Emotionen in die Höhe schnellen.
Der Ausdruck der Freude, die mein Körper von sich gibt, könnten fast zu offensichtlich sein...
Die Unwissenheit, darüber wie du reagieren könntest,
lässt mich davor zurückschrecken dir eindeutige Signale zu senden.


Ob du es merkst wie ich dich ansehe, wie mich deine Anwesenheit erfreut und inspiriert?
Eigentlich bleibt mir nicht genug Zeit, um solche Fragen zu stellen.
Wie würdest du an meiner Stelle reagieren? Wärst du mutig genug das Risiko zu wagen?
Den schmalen Grad zwischen Freundschaft und möglicher Liebe zu überqueren?


Es hilft alles nichts.
Das Gefühlschaos, das in mir herrscht lässt sich nicht zur Ruhe bringen.
Sobald meine Augen deine Anwesenheit wahrgenommen haben, gibt es keine Ruhe mehr.
Mein Kopf fragt mich immer wieder aufs Neue:


Was soll ich machen, 
Was soll ich sagen, 
Wie soll ich mich verhalten?


Ich weiß es nicht.


Vermutlich warte ich darauf, dass du mir ein Zeichen gibst.
Ein Zeichen für deine Zustimmung, dein Interesse. Die Möglichkeit dir meine Gedanken zu sagen.
Heute ist Valentinstag, und ich war trotzdem nicht im Stande irgendeine Anmerkung zu machen,
ein Signal zu senden, das meine Interesse widerspiegelt.
Vielleicht gelingt es mir zu einem anderen Zeitpunkt.
Bis dahin heißt es warten,
warten und nach den richtigen Worten suchen.


Worte die meine Gefühle reflektieren und das Wichtigste rüberbringen.
Was ich möchte, denke und was ich fühle.
Weiterhin muss ich warten...

Sonntag, 29. Januar 2012

Höhenflug

Eine Fahrt durch die Stadt.
Erst mit der Bahn, dann mit dem Bus.
Es ist kalt.
Trotzdem friere ich nicht.
Meine Gedanken halten mich warm.
Gedanken an Mögliches.


Überall sind Läden.
Jedermann läuft gehetzt....genervt...
Alle wollen ihr Ziel schnellst möglichst erreichen.
Meine Gedanken schweifen ab.
Erst in die Zukunft, danach in die Vergangenheit.


Ich nehme ein Kribbeln in meinem Körper war
als ich an etwas denke.
Etwas, dass mir Freude bereitet und gute Laune schenkt.
Es handelt sich nicht um eine materielle Sache.
Es ist wie Sehnsucht und Wiedersehen auf einmal.


Meine Gedanken wollen nicht davon ablassen.
Sie halten sich daran fest und genießen die Möglichkeiten die sich auftun könnten,
wenn alles in eine bestimme Richtung verläuft.
Es ist unwahrscheinlich dass es einfach wird,
aber die Mühe und die Anstrengung könnten sich bezahlt machen.
Davon geht man aus.


Es besteht noch immer Unsicherheit,
doch die Motivation bleibt bestehen.
Ebenso der Höhenflug der Gefühle.
Ungeachtet der Orte gibt es nur diesen einen Gedanken.
Der Unterschied zwischen Segen und Fluch ist jedoch gering,
und der Verlauf des Ganzen entscheidet diesen.


Eine chronische Fröhlichkeit übernimmt die Gefühlsbasis des Körpers
und lässt sämtliche Tätigkeiten in einer neuen Sichtweise erblühen.
Hauptgedanke bleibt weiterhin der Ursprung der Emotionen.

Mittwoch, 23. März 2011

Antwort

Wieder und wieder gehe ich auf die Seite und denke darüber nach, was ich als nächstes machen soll. So viele Dinge die ich machen kann, doch ich hab keine Lust. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der einfachste überhaupt. Man stelle sich folgende Situation vor: ER trifft SIE, beide verstehen sich super, ER sieht SIE über Jahre nicht, steht kurz vor einer Beziehung und trifft SIE wieder, jedoch nicht real, sondern im Internet auf einer Seite, wie beispielsweise Fb. Beide freuen sich riesig sich zu sehen, aufgrund der gemeinsamen Tage. Ein Paar waren sie jedoch nie. ER quatscht mit ihr, sie tauschen Handynummern aus und wollen sich treffen. Doch kurz danach kommt ER mit dem Mädchen zusammen, der ER vorher schon nahe stand. Als SIE das erfährt, fühlt SIE sich auf einmal hintergangen und belogen. 


SIE wirft ihm all jenes vor und entwickelt von nun an eine starke Abneigung gegen ihn. ER versucht zu klären wo das Problem liegt und entschuldigt sich dann mehrmals dafür, dass ER ihr die Situation nicht komplett geschildert hatte. Als SIE ihn folglich ignoriert, lässt ER sie auf lange Zeit in Ruhe. SIE denkt wahrscheinlich nicht mehr an ihn oder denkt zumindest, dass ER sich nicht mehr melden wird. Was SIE nicht weiß ist, dass ER regelmäßig an SIE denkt und nicht weiß was ER tun soll. Ihr Name fällt ihm des Öfteren ein und ER weiß nicht wie ER damit umgehen soll. Lange überlegt ER, bis ER nach 3 Jahren zu dem Entschluss kommt, ihr einen Brief zu schreiben.

Also setzt ER sich ran und schreibt einen Brief. Von Hand ca. 4 Seiten lang, indem alles drin steht, was damals passiert ist, all jenes, was ER ihr nicht gesagt hatte und was SIE schon wusste. Gefühle und Gedanken unterstreichen die Sätze und drücken aus, dass ER sie nicht vergessen konnte, weil seine Gefühle, anfangs freundschaftliche, später dann Gefühle einer höheren Ebene, nicht verblassen wollen. Von Gedanken geplagt und einem Gefühl nach langer Zeit, dass eigentlich nicht mehr vorhanden sein dürfte, schreibt ER ihr diesen Brief und hofft darauf, dass SIE ihm eine Antwort gibt, eine Antwort die ehrlich und direkt zu gleich ist, überhaupt eine Antwort auf seine Frage, die ER ihr am Ende gestellt hat. ER schickt den Brief nicht per Mail, wie es viele tun würden. ER schreibt nicht in einem Instant Messenger, und schickt ihn auch nicht per Post. ER setzt sich in den Bus und fährt über 40 Minuten bis zu ihr. Bei ihr angekommen klingelt ER an ihrer Tür, die ohne Nachfrage geöffnet wird. 


Sein Herz rast und sein Puls würde Messungen erreichen, die ER höchstens beim Sport haben könnte. So sehr angespannt ist ER und seine Angst davor, zurückgewiesen zu werden, ist dementsprechend groß. An ihrer Tür angekommen, öffnet nicht sie die Tür, sondern eine Frau mittleren Alters, wahrscheinlich ihre Mutter. Auf die Nachfrage hin, ob SIE da sei, antwortet SIE mit "ja" und holt SIE auch sofort. 


Als ER SIE sieht dreht sich alles kreuz und quer in seinem Kopf. Auf die Frage hin wer er sei, nennt ER seinen Namen. Die Mutter erkennt sofort wer ER ist, ohne ihn je zuvor gesehen oder mit ihm gesprochen zu haben. SIE, in der Tür stehend, ist wenig beeindruckt und wirkt ruhig. Reden tut SIE nicht. ER versucht ein Gespräch aufzubauen, dass SIE abwimmelt, in dem SIE sagt, dass SIE noch etwas machen bzw. lernen müsse. Beide wissen, dass sie 5 Minuten Zeit hätten um zu reden, um die, durch nicht miteinander reden erzeugten, Probleme beiseite zu schaffen. 


ER erkennt ihre Ausrede, denn ER weiß, dass ER sie nicht lange aufhalten wollte. Ein Gespräch, dass nicht geplant war, muss auch nicht gesprochen werden. ER bedankt sich kurz, bittet SIE, ihm mal eine Nachricht zu schreiben, gibt ihr den Brief und verabschiedet sich, in der Hoffnung auf Antwort. Ob ER sie bekommt, weiß er zu diesem Zeitpunkt nicht, aber ER weiß, dass es eine Möglichkeit gibt. Nun, etwas über eine Woche ist es her, dass ER ihr den Brief gab, indem seine Handynummer steht und in der ER sie darum bittet, ihm wenigstens eine Nachricht zu schicken. 


Denn seine abschließende Frage wünscht ER sich als beantwortet. Was nun folgt sind Tage der Sehnsucht, Sehnsucht nach Antworten und Fragen über Fragen, die neu entstehen und ihm regelmäßig Kopfzerbrechen bereiten.

Was SIE nicht tut? Nun... man sieht nichts. Die Antwort bleibt aus, ob Handy oder Internet, Möglichkeiten gibt es genug, SIE antwortet ihm nicht und lässt ihn weiterhin unruhig warten. Und mit jedem Tag der vergeht, steigt seine Unruhe an, doch ER weiß nicht, wie ER sie vergessen soll, die Unruhe hinfort spülen soll und das Alles vergessen machen soll.

"So lang wie der Fluss, so lange dauern meine Gedanken an
und so mitreißend sind sie, in einem Strom, dem ich nicht entkommen kann..."

-to be continued....-