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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Worte & Gefühle

Wie oft passiert es einem Menschen, dass er nicht mehr weiter weiß,
dass ihm die Worte fehlen, seine Gedanken auszudrücken,
seine Gefühle zu beschreiben oder sein Handeln zu erklären?
Wie oft kommt es vor, dass wir Menschen eine innere Blockade haben, weil wir die Reaktion des Gesprächspartners fürchten?
Wie oft malen wir uns das Schlimmste aus und bringen es letztlich nicht über das Herz uns zu öffnen?

Aber was ist nun,

Wenn wir diese Blockade nicht, oder sie gar schon überwunden haben?
Wenn wir vor der Person stehen und vor lauter positiven Gefühlen nicht mehr wissen, was wir sagen sollen.
Wenn wir einfach nur da stehen und wissen, "das ist es" , dieses eine Gefühl, dass alles rechtfertigt und einfach aussagt, dass alles zusammenpasst und dass es für den Moment einfach nicht besser sein könnte.

In diesen Momenten stehen wir fragend vor unserem Gegenüber und wünschen uns neue Worte her.

Worte, welche die gesamten Emotionen beinhalten und ausdrücken können.
Worte, die so viel aussagend sind und doch so simpel.
Worte, die nicht mehr oder weniger ausdrücken, als sie sollen.
Worte, die sowohl einfach zu verstehen sind und doch in ihrer Bedeutung derart komplex erscheinen, dass es einem vorkommt, als würde man eine Kiste voller Gefühle verschenken.

Es sind eben diese Empfindungen im Leben, die uns in voller Verwirrung stehen lassen.

Empfindungen, welche uns nicht die Möglichkeit geben sich zu entscheiden oder zu zweifeln.
Empfindungen, welche uns einfach zeigen, dass etwas besonders & einzigartig ist.
Empfindungen, welche uns einfach nicht mehr ruhig schlafen lassen, weil wir damit beschäftigt sind, herauszufinden,

Warum wir so fühlen,
Warum wir so denken,
Warum wir einfach keine Worte finden um zu sagen was in uns vorgeht,
Warum wir überhaupt keinen Durchblick mehr haben und selbst die größte Ordnung,
der inneren Unordnung weicht und wir trotz allem glücklich darüber sind.



Mittwoch, 25. Juli 2012

Gewohnheitsmensch

Ist es nicht so, dass viele Leute Gewohnheitsmenschen sind?
Dass wir einer gewissen Routine erliegen?

Sowohl der Ablauf des ganz normalen Alltages, wie auch Rituale in einer Beziehung.
Viele nehmen die vielen Kleinigkeiten, die uns von anderen bereitet werden, gar nicht war.

Jedenfalls nicht solange man sie bekommt.

Erst wenn diese kleinen Gesten verschwinden sitzt man verwirrt da.
Die Verwirrung darüber, wieso einer der dir am nahestehendsten Menschen seine Gewohnheiten verändert.

Ist es deine eigene Schuld? Was hast du gemacht, dass dieser eine Mensch Abstand von dir nimmt?
Dass dieser eine Mensch dir nicht mehr "gute Nacht" sagt oder "guten Morgen"?
Solche kleinen Gesten bedeuten dir viel mehr als irgendwelche Großartigen.

Du willst nicht dass dir stündlich gesagt wird wie toll du bist und welche tollen Eigenschaften du doch alle hast.
Dir reicht es schon wenn du zum Wach werden der erste wichtige Gedanke bist und vor dem Schlafen gehen möchtest du einer der letzten Gedanken sein.

Es ist nicht viel das du verlangst, nur manche Menschen sind damit leider ein wenig überfordert...





Mittwoch, 30. Mai 2012

Frage & Antwort


So unbekannt und doch so vertraut seh ich dich vor mir,
trotzdem bist du so weit weg,
bist offen zu mir, sagst es geht nicht, 
doch ich kann nicht aufhören es zu versuchen.

Für mich gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Ja  oder Nein.

Doch ich bin nicht derjenige der darüber zu entscheiden hat,
ich kann dir nur die Frage stellen und dich bitten,
ob ich dann lächle oder meine Miene sich versteift weiß ich nicht.
Du kennst meine Gedanken, du weißt was ich fühle,
doch ändern tust du deine Meinung nicht.

Der Abend wird kalt und der Mond scheint hell,
ich bitte dich noch einmal, ändere deine Entscheidung,
 fälle sie nicht zu kurz und gib uns eine Chance,
obgleich das Risiko hoch für dich erscheint,
 lass es das Wert sein und versuche es...


Freitag, 29. April 2011

Angst vor "Ich"

Wir reden viel und machen wenig.
Tun wir das, was wir tun, weil wir es wollen oder weil wir es müssen?
Wer sagt, dass wir müssen? Sind es wir selbst?
Zwingen wir uns also zu Dingen die wir wollen?
Oder wollen die anderen, dass wir tun, was sie wollen und was wir meinen zu müssen?
Ist es die Lüge die wir verbergen oder die Wahrheit?
Entscheidung zwischen leicht und schwer, so schwer, 
dass das Schwere leicht und das Leichte noch leichter erscheinen.

Zeigen wir uns, wie wir wollen oder wie wir sind?
Haben wir die Wahl zu entscheiden, was wir müssen und was wir wollen?
Ist es die Wahl, die es uns schwer macht oder machen wir es uns nur unnötig schwer?

Wahrheit.Direkt.Allgemein.Unsicher.Schwer.

Ist es die Wahrheit, die wir direkt sagen oder nennen wir es im Allgemeinen,
weil wir uns unsicher sind und es uns schwer fällt, die Wahrheit direkt zusagen,
aus Angst eine verletzende Wahrheit zu äußern?

Ist es besser indirekt zu reden oder direkt?
Wenn das Indirekte verstanden wird, wie das Direkte,
wer kann dann versichern, dass das Indirekte schont?

Identität, "Profil", Schutz, Angst, Problem, Gefahr.

Wir haben alle eine Identität. Etwas dass nur uns gehört und uns niemand wegnehmen kann. Jeder Besitzt seine Eigene. Fragen über Fragen häufen sich und lassen keine Ruhe. Die Identität, unser Profil, eine Erklärung unseres Ichs. wir müssen sie schützen, vor Allem & Jedem. Sie ist unser wichtigstes Gut. Der Schatz innerhalb der geheimen Schatzkammer einer Pyramide, die, so unergründlich das Universum zu sein mag, derart schwer zu finden ist, dass viele, ein Großteil Aller, daran scheitern.
Sie geben auf, auf der Suche nach sich Selbst.

Schützen wir dieses teils unbekannte "Profil" nur so sehr, weil wir Angst haben? Angst davor, dass andere das Geheimnis lüften, obwohl man es selber nicht kennt? Angst davor sich selbst kennen zu lernen, zu sehen, was schlecht und was gut an einem ist? Es ist die Angst vor alltäglichen Dingen. Keine großen Sachen. Es ist unser Leben, das wir zu schützen versuchen unsere Angst vor Veränderungen und vor Gefahr. Mögliche Schäden die wir nehmen können. Wir verstecken uns unter einem Schirm aus Wörtern. Wehren tief eindringende Fragen, eventuelle Probleme, mit Wörtern ab, die so unwichtig, so klein sind, dass sie gar nicht auffallen. Sie verstecken unsere Identität vor den Anderen. Wörter die so sehr ohne Sinn sind, dass es ihnen fast wieder einen Sinn gibt. Ohne jede Chance auf Entdeckungen des Anderen sind wir geschützt erfahren aber selbst auch nichts. Wir verbergen damit Probleme, Ängste, Gefühle, Gedanken, Merkmale, unser eigenes Ich, unsere eigene Identität.

Dadurch nehmen wir keinen festen Platz ein. Wir wandern umher auf der Suche nach Etwas, dass wir selbst nicht zu wissen glauben, aber wir wissen, dass es irgendwo da sein muss. Dort, wo alles wichtige sein muss. Finden tun wir es jedoch nicht. Wir bleiben Leere Hüllen, wandernd durch die Welt ohne wirklich dran teil zu nehmen. Und wenn wir es tun, dann gibt es danach keine Spuren mehr von uns, da wir unsere Identität weiter verbergen und die Spuren nur einem temporären Ich entstammen.

Umso weniger man von sich preis gibt, desto mehr wird man interessant, attraktiv, wichtig.
Wissen die Leute alles über einen bemerken sie diesen nicht weiter. Schließlich gibt es nichts neues zu entdecken - auf zum Nächsten.

Die Einen decken zu viel Identität und die Anderen schmeißen förmlich um sich.
Wo das enden soll weiß keiner.

Endet es überhaupt jemals....