Dienstag, 28. Februar 2012

Geständnis

Ein Schauer läuft den Rücken herunter als ich daran denke.
Das zu sagen was ich denke, was ich glaube.
Ist es so schwer?


Wenige Worte, wenige Sätze,
und trotzdem eine große Bedeutung.
Es fällt so schwer Worte zu fassen,
diese aus mir heraus zu schleudern.


Es sind Sätze die eine weitreichende Bedeutung haben,
weitreichende Folgen, die man nicht voraussehen kann.
Deshalb dieser Schauer, diese Zurückhaltung.


Ich warte auf ein Zeichen, 
eine Geste, die mir die Erlaubnis erteilt,
Die Erlaubnis das zu sagen, was ich sagen möchte,
Diese Gedanken in Worte zu fassen und zu gestehen.


Stehe ich vor dir, so weiß ich jetzt schon,
werden meine Worte keinen Sinn mehr ergeben,
Mein Mund wird Worte formulieren,
Worte anders als die, die ich meine.


Mein Mund wird trocken,
Meine Gedanken verworren,
Meine Gefühle chaotisch,
Meine Worte ersticken.


Und du bleibst weiterhin ahnungslos.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Fehlende Worte

Jeder Tag ist wie die anderen Tage zuvor, nichts besonderes, nichts spektakuläres.
So war es jedenfalls bisher.
Der Moment deines Erscheinens hat diesen regelmäßigen Ablauf komplett verändert.
Es ist nicht so, dass der Tag spannender geworden ist,
aber die Momente, wie solche, wenn ich dich sehe,
lassen meine Emotionen in die Höhe schnellen.
Der Ausdruck der Freude, die mein Körper von sich gibt, könnten fast zu offensichtlich sein...
Die Unwissenheit, darüber wie du reagieren könntest,
lässt mich davor zurückschrecken dir eindeutige Signale zu senden.


Ob du es merkst wie ich dich ansehe, wie mich deine Anwesenheit erfreut und inspiriert?
Eigentlich bleibt mir nicht genug Zeit, um solche Fragen zu stellen.
Wie würdest du an meiner Stelle reagieren? Wärst du mutig genug das Risiko zu wagen?
Den schmalen Grad zwischen Freundschaft und möglicher Liebe zu überqueren?


Es hilft alles nichts.
Das Gefühlschaos, das in mir herrscht lässt sich nicht zur Ruhe bringen.
Sobald meine Augen deine Anwesenheit wahrgenommen haben, gibt es keine Ruhe mehr.
Mein Kopf fragt mich immer wieder aufs Neue:


Was soll ich machen, 
Was soll ich sagen, 
Wie soll ich mich verhalten?


Ich weiß es nicht.


Vermutlich warte ich darauf, dass du mir ein Zeichen gibst.
Ein Zeichen für deine Zustimmung, dein Interesse. Die Möglichkeit dir meine Gedanken zu sagen.
Heute ist Valentinstag, und ich war trotzdem nicht im Stande irgendeine Anmerkung zu machen,
ein Signal zu senden, das meine Interesse widerspiegelt.
Vielleicht gelingt es mir zu einem anderen Zeitpunkt.
Bis dahin heißt es warten,
warten und nach den richtigen Worten suchen.


Worte die meine Gefühle reflektieren und das Wichtigste rüberbringen.
Was ich möchte, denke und was ich fühle.
Weiterhin muss ich warten...

Sonntag, 29. Januar 2012

Höhenflug

Eine Fahrt durch die Stadt.
Erst mit der Bahn, dann mit dem Bus.
Es ist kalt.
Trotzdem friere ich nicht.
Meine Gedanken halten mich warm.
Gedanken an Mögliches.


Überall sind Läden.
Jedermann läuft gehetzt....genervt...
Alle wollen ihr Ziel schnellst möglichst erreichen.
Meine Gedanken schweifen ab.
Erst in die Zukunft, danach in die Vergangenheit.


Ich nehme ein Kribbeln in meinem Körper war
als ich an etwas denke.
Etwas, dass mir Freude bereitet und gute Laune schenkt.
Es handelt sich nicht um eine materielle Sache.
Es ist wie Sehnsucht und Wiedersehen auf einmal.


Meine Gedanken wollen nicht davon ablassen.
Sie halten sich daran fest und genießen die Möglichkeiten die sich auftun könnten,
wenn alles in eine bestimme Richtung verläuft.
Es ist unwahrscheinlich dass es einfach wird,
aber die Mühe und die Anstrengung könnten sich bezahlt machen.
Davon geht man aus.


Es besteht noch immer Unsicherheit,
doch die Motivation bleibt bestehen.
Ebenso der Höhenflug der Gefühle.
Ungeachtet der Orte gibt es nur diesen einen Gedanken.
Der Unterschied zwischen Segen und Fluch ist jedoch gering,
und der Verlauf des Ganzen entscheidet diesen.


Eine chronische Fröhlichkeit übernimmt die Gefühlsbasis des Körpers
und lässt sämtliche Tätigkeiten in einer neuen Sichtweise erblühen.
Hauptgedanke bleibt weiterhin der Ursprung der Emotionen.

Samstag, 14. Mai 2011

Unantastbar

Da sitzt sie nun, mit dem Kopf an meinen angelehnt, und lauscht der Musik.
Ich höre jeden ihrer Atemzüge... im selbigen Rhythmus pulsiert mein Herz - langsam, ...., ruhig, ....
Ab und zu ein Blick in ihre Augen... in ihre Seele...
Meine Hand streichelt langsam ihren Arm. Aufhören kann ich nicht... will ich nicht...


Ich fühle mich ihr so nahe.... kuschelnd liegen wir auf dem Bett und lauschen der Musik...
Aufstehen würde ich nicht. Nicht bei dem größten Schreck, der mir widerfahren könnte...


Wenn sie aufsieht, in meine Augen sieht, kommt es einem Kuss gleich, so nahe sind wir uns....
Trotzdem bin ich ihr nicht so nahe... Das Physische allein zählt nicht.... denn ich bin ihr so nahe und fühle mich trotzdem so weit  von ihr entfernt, als sei sie unantastbar für mich.


Ich weiß nicht was ich tun soll und was nicht. Ob ich ihr näher kommen kann oder nicht... was sie denkt... ob ich sie störe oder ob es gefällt... all dies bleibt für den Moment ungelöst. 
Doch diese Fragen habe ich nicht in diesem Moment... nicht alle von ihnen...
Das einzige was für mich zählt... ist der Moment. Das schöne Gefühl ihr so nahe zu sein. Ihre Ruhe zu spüren, ihren Atemzug. Einfach nur die Musik zu genießen und die Nähe zu ihr. An nicht mehr und nicht weniger denke ich in diesem Moment...
Die Frage ob es falsch sei wirft sich mir erst im Nachhinein auf.
Ob sie weiß, was ich für sie empfinde weiß ich nicht, vermutlich weiß sie es jetzt. Fühlen sollte sie es zumindest.


In dem Moment der größten Nähe zu ihr... so nahe, dass kein winziges Molekül dazwischen passt, fühlt sich alles wie in Zeitlupe an... Der Moment bleibt auf der Stelle stehen, so sehr genießt meine Seele diese fast schon traute Zweisamkeit...
Doch die Zeit vergeht zu schnell... ein Moment, gefühlt wie Stunden, ist doch schneller vorbei, als man zu glauben vermag...


Nun begebe ich mich ins Reich der Träume mit der Frage, ob und wie es nun weitergehen würde und was sich mir noch alles an Pfade auftun werden...


Der Moment... so unvergesslich schön..... so sehr kurzlebig..... so einzigartig .... und sie so unantastbar....

Freitag, 29. April 2011

Angst vor "Ich"

Wir reden viel und machen wenig.
Tun wir das, was wir tun, weil wir es wollen oder weil wir es müssen?
Wer sagt, dass wir müssen? Sind es wir selbst?
Zwingen wir uns also zu Dingen die wir wollen?
Oder wollen die anderen, dass wir tun, was sie wollen und was wir meinen zu müssen?
Ist es die Lüge die wir verbergen oder die Wahrheit?
Entscheidung zwischen leicht und schwer, so schwer, 
dass das Schwere leicht und das Leichte noch leichter erscheinen.

Zeigen wir uns, wie wir wollen oder wie wir sind?
Haben wir die Wahl zu entscheiden, was wir müssen und was wir wollen?
Ist es die Wahl, die es uns schwer macht oder machen wir es uns nur unnötig schwer?

Wahrheit.Direkt.Allgemein.Unsicher.Schwer.

Ist es die Wahrheit, die wir direkt sagen oder nennen wir es im Allgemeinen,
weil wir uns unsicher sind und es uns schwer fällt, die Wahrheit direkt zusagen,
aus Angst eine verletzende Wahrheit zu äußern?

Ist es besser indirekt zu reden oder direkt?
Wenn das Indirekte verstanden wird, wie das Direkte,
wer kann dann versichern, dass das Indirekte schont?

Identität, "Profil", Schutz, Angst, Problem, Gefahr.

Wir haben alle eine Identität. Etwas dass nur uns gehört und uns niemand wegnehmen kann. Jeder Besitzt seine Eigene. Fragen über Fragen häufen sich und lassen keine Ruhe. Die Identität, unser Profil, eine Erklärung unseres Ichs. wir müssen sie schützen, vor Allem & Jedem. Sie ist unser wichtigstes Gut. Der Schatz innerhalb der geheimen Schatzkammer einer Pyramide, die, so unergründlich das Universum zu sein mag, derart schwer zu finden ist, dass viele, ein Großteil Aller, daran scheitern.
Sie geben auf, auf der Suche nach sich Selbst.

Schützen wir dieses teils unbekannte "Profil" nur so sehr, weil wir Angst haben? Angst davor, dass andere das Geheimnis lüften, obwohl man es selber nicht kennt? Angst davor sich selbst kennen zu lernen, zu sehen, was schlecht und was gut an einem ist? Es ist die Angst vor alltäglichen Dingen. Keine großen Sachen. Es ist unser Leben, das wir zu schützen versuchen unsere Angst vor Veränderungen und vor Gefahr. Mögliche Schäden die wir nehmen können. Wir verstecken uns unter einem Schirm aus Wörtern. Wehren tief eindringende Fragen, eventuelle Probleme, mit Wörtern ab, die so unwichtig, so klein sind, dass sie gar nicht auffallen. Sie verstecken unsere Identität vor den Anderen. Wörter die so sehr ohne Sinn sind, dass es ihnen fast wieder einen Sinn gibt. Ohne jede Chance auf Entdeckungen des Anderen sind wir geschützt erfahren aber selbst auch nichts. Wir verbergen damit Probleme, Ängste, Gefühle, Gedanken, Merkmale, unser eigenes Ich, unsere eigene Identität.

Dadurch nehmen wir keinen festen Platz ein. Wir wandern umher auf der Suche nach Etwas, dass wir selbst nicht zu wissen glauben, aber wir wissen, dass es irgendwo da sein muss. Dort, wo alles wichtige sein muss. Finden tun wir es jedoch nicht. Wir bleiben Leere Hüllen, wandernd durch die Welt ohne wirklich dran teil zu nehmen. Und wenn wir es tun, dann gibt es danach keine Spuren mehr von uns, da wir unsere Identität weiter verbergen und die Spuren nur einem temporären Ich entstammen.

Umso weniger man von sich preis gibt, desto mehr wird man interessant, attraktiv, wichtig.
Wissen die Leute alles über einen bemerken sie diesen nicht weiter. Schließlich gibt es nichts neues zu entdecken - auf zum Nächsten.

Die Einen decken zu viel Identität und die Anderen schmeißen förmlich um sich.
Wo das enden soll weiß keiner.

Endet es überhaupt jemals....

Mittwoch, 23. März 2011

Antwort

Wieder und wieder gehe ich auf die Seite und denke darüber nach, was ich als nächstes machen soll. So viele Dinge die ich machen kann, doch ich hab keine Lust. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der einfachste überhaupt. Man stelle sich folgende Situation vor: ER trifft SIE, beide verstehen sich super, ER sieht SIE über Jahre nicht, steht kurz vor einer Beziehung und trifft SIE wieder, jedoch nicht real, sondern im Internet auf einer Seite, wie beispielsweise Fb. Beide freuen sich riesig sich zu sehen, aufgrund der gemeinsamen Tage. Ein Paar waren sie jedoch nie. ER quatscht mit ihr, sie tauschen Handynummern aus und wollen sich treffen. Doch kurz danach kommt ER mit dem Mädchen zusammen, der ER vorher schon nahe stand. Als SIE das erfährt, fühlt SIE sich auf einmal hintergangen und belogen. 


SIE wirft ihm all jenes vor und entwickelt von nun an eine starke Abneigung gegen ihn. ER versucht zu klären wo das Problem liegt und entschuldigt sich dann mehrmals dafür, dass ER ihr die Situation nicht komplett geschildert hatte. Als SIE ihn folglich ignoriert, lässt ER sie auf lange Zeit in Ruhe. SIE denkt wahrscheinlich nicht mehr an ihn oder denkt zumindest, dass ER sich nicht mehr melden wird. Was SIE nicht weiß ist, dass ER regelmäßig an SIE denkt und nicht weiß was ER tun soll. Ihr Name fällt ihm des Öfteren ein und ER weiß nicht wie ER damit umgehen soll. Lange überlegt ER, bis ER nach 3 Jahren zu dem Entschluss kommt, ihr einen Brief zu schreiben.

Also setzt ER sich ran und schreibt einen Brief. Von Hand ca. 4 Seiten lang, indem alles drin steht, was damals passiert ist, all jenes, was ER ihr nicht gesagt hatte und was SIE schon wusste. Gefühle und Gedanken unterstreichen die Sätze und drücken aus, dass ER sie nicht vergessen konnte, weil seine Gefühle, anfangs freundschaftliche, später dann Gefühle einer höheren Ebene, nicht verblassen wollen. Von Gedanken geplagt und einem Gefühl nach langer Zeit, dass eigentlich nicht mehr vorhanden sein dürfte, schreibt ER ihr diesen Brief und hofft darauf, dass SIE ihm eine Antwort gibt, eine Antwort die ehrlich und direkt zu gleich ist, überhaupt eine Antwort auf seine Frage, die ER ihr am Ende gestellt hat. ER schickt den Brief nicht per Mail, wie es viele tun würden. ER schreibt nicht in einem Instant Messenger, und schickt ihn auch nicht per Post. ER setzt sich in den Bus und fährt über 40 Minuten bis zu ihr. Bei ihr angekommen klingelt ER an ihrer Tür, die ohne Nachfrage geöffnet wird. 


Sein Herz rast und sein Puls würde Messungen erreichen, die ER höchstens beim Sport haben könnte. So sehr angespannt ist ER und seine Angst davor, zurückgewiesen zu werden, ist dementsprechend groß. An ihrer Tür angekommen, öffnet nicht sie die Tür, sondern eine Frau mittleren Alters, wahrscheinlich ihre Mutter. Auf die Nachfrage hin, ob SIE da sei, antwortet SIE mit "ja" und holt SIE auch sofort. 


Als ER SIE sieht dreht sich alles kreuz und quer in seinem Kopf. Auf die Frage hin wer er sei, nennt ER seinen Namen. Die Mutter erkennt sofort wer ER ist, ohne ihn je zuvor gesehen oder mit ihm gesprochen zu haben. SIE, in der Tür stehend, ist wenig beeindruckt und wirkt ruhig. Reden tut SIE nicht. ER versucht ein Gespräch aufzubauen, dass SIE abwimmelt, in dem SIE sagt, dass SIE noch etwas machen bzw. lernen müsse. Beide wissen, dass sie 5 Minuten Zeit hätten um zu reden, um die, durch nicht miteinander reden erzeugten, Probleme beiseite zu schaffen. 


ER erkennt ihre Ausrede, denn ER weiß, dass ER sie nicht lange aufhalten wollte. Ein Gespräch, dass nicht geplant war, muss auch nicht gesprochen werden. ER bedankt sich kurz, bittet SIE, ihm mal eine Nachricht zu schreiben, gibt ihr den Brief und verabschiedet sich, in der Hoffnung auf Antwort. Ob ER sie bekommt, weiß er zu diesem Zeitpunkt nicht, aber ER weiß, dass es eine Möglichkeit gibt. Nun, etwas über eine Woche ist es her, dass ER ihr den Brief gab, indem seine Handynummer steht und in der ER sie darum bittet, ihm wenigstens eine Nachricht zu schicken. 


Denn seine abschließende Frage wünscht ER sich als beantwortet. Was nun folgt sind Tage der Sehnsucht, Sehnsucht nach Antworten und Fragen über Fragen, die neu entstehen und ihm regelmäßig Kopfzerbrechen bereiten.

Was SIE nicht tut? Nun... man sieht nichts. Die Antwort bleibt aus, ob Handy oder Internet, Möglichkeiten gibt es genug, SIE antwortet ihm nicht und lässt ihn weiterhin unruhig warten. Und mit jedem Tag der vergeht, steigt seine Unruhe an, doch ER weiß nicht, wie ER sie vergessen soll, die Unruhe hinfort spülen soll und das Alles vergessen machen soll.

"So lang wie der Fluss, so lange dauern meine Gedanken an
und so mitreißend sind sie, in einem Strom, dem ich nicht entkommen kann..."

-to be continued....-