Mittwoch, 25. Juli 2012

Gewohnheitsmensch

Ist es nicht so, dass viele Leute Gewohnheitsmenschen sind?
Dass wir einer gewissen Routine erliegen?

Sowohl der Ablauf des ganz normalen Alltages, wie auch Rituale in einer Beziehung.
Viele nehmen die vielen Kleinigkeiten, die uns von anderen bereitet werden, gar nicht war.

Jedenfalls nicht solange man sie bekommt.

Erst wenn diese kleinen Gesten verschwinden sitzt man verwirrt da.
Die Verwirrung darüber, wieso einer der dir am nahestehendsten Menschen seine Gewohnheiten verändert.

Ist es deine eigene Schuld? Was hast du gemacht, dass dieser eine Mensch Abstand von dir nimmt?
Dass dieser eine Mensch dir nicht mehr "gute Nacht" sagt oder "guten Morgen"?
Solche kleinen Gesten bedeuten dir viel mehr als irgendwelche Großartigen.

Du willst nicht dass dir stündlich gesagt wird wie toll du bist und welche tollen Eigenschaften du doch alle hast.
Dir reicht es schon wenn du zum Wach werden der erste wichtige Gedanke bist und vor dem Schlafen gehen möchtest du einer der letzten Gedanken sein.

Es ist nicht viel das du verlangst, nur manche Menschen sind damit leider ein wenig überfordert...





Freitag, 1. Juni 2012

Liebe - Gut oder Schlecht?


Jeder kennt es, das Gefühl, so wunderschön und doch derart chaotisch,
dass man einfach nicht mehr weiß was man denken soll.
Hass ist das Gegenteil davon und trotzdem liegen beide Gefühle nah bei einander.

Liebe.

Meist als etwas Positives dargestellt, träumen wir von der perfekten Beziehung zu anderen Menschen.
Schmetterlinge im Bauch, ständige Fröhlichkeit, Herzrasen, Nervosität, Unsicherheit.
All das und noch mehr sind positive Empfindungen in Bezug auf die Liebe.
Doch was ist, wenn man nicht so fühlt?

Ständig in Gedanken zu sein, weil man sich unsicher fühlt,
weil man nicht weiß was der Andere denkt … fühlt.
Sollte man sich nicht freuen, einen geliebten Menschen zu sehen,
mit ihm zu reden oder zu schreiben?

Wieso stellt man so viele Handlungen in Frage und hebt sie auf die Goldwaage?
Ist Liebe doch nicht das so sehr positive Gefühl, das wir uns vorstellen?

Es ist wie ein ständiger Wechsel des Wetters,
ein Tag ist alles sonnig, warm und
nichts kann einem die gute Laune nehmen,
und an einem anderen Tag stürmt und gewittert es und
jegliche Motivation und gute Laune hat einen bereits verlassen.

Man fühlt sich nicht mehr gut.
Man zweifelt Sachen an und versucht auf einige Fragen Antworten zu bekommen.
Aber nicht immer bekommt man welche.

Ohne Antwort kann man nur versuchen eben diese mit Handlungen zu erzwingen.
Liebe und Beziehungen beruhen auf Gegenseitigkeit,
 auf ein ständiges Geben und Nehmen.
Egoismus ist hier fehl am Platz und vermindert jegliche Erfolgschancen gegen null.
Beziehungen sollten Nähe und Trost spenden.
Denn sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens.

Das Gefühl seine Erlebnisse mit jemand Anderem zu teilen
 ist dabei eines der wichtigsten Dinge.
Beide Menschen müssen Engagement zeigen
und sich für die Beziehung ins Zeug legen.
Einseitige Anstrengungen verschwinden im Wind
und lassen die Beziehung auf Dauer bröckeln…

Mittwoch, 30. Mai 2012

Frage & Antwort


So unbekannt und doch so vertraut seh ich dich vor mir,
trotzdem bist du so weit weg,
bist offen zu mir, sagst es geht nicht, 
doch ich kann nicht aufhören es zu versuchen.

Für mich gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Ja  oder Nein.

Doch ich bin nicht derjenige der darüber zu entscheiden hat,
ich kann dir nur die Frage stellen und dich bitten,
ob ich dann lächle oder meine Miene sich versteift weiß ich nicht.
Du kennst meine Gedanken, du weißt was ich fühle,
doch ändern tust du deine Meinung nicht.

Der Abend wird kalt und der Mond scheint hell,
ich bitte dich noch einmal, ändere deine Entscheidung,
 fälle sie nicht zu kurz und gib uns eine Chance,
obgleich das Risiko hoch für dich erscheint,
 lass es das Wert sein und versuche es...


Dienstag, 28. Februar 2012

Geständnis

Ein Schauer läuft den Rücken herunter als ich daran denke.
Das zu sagen was ich denke, was ich glaube.
Ist es so schwer?


Wenige Worte, wenige Sätze,
und trotzdem eine große Bedeutung.
Es fällt so schwer Worte zu fassen,
diese aus mir heraus zu schleudern.


Es sind Sätze die eine weitreichende Bedeutung haben,
weitreichende Folgen, die man nicht voraussehen kann.
Deshalb dieser Schauer, diese Zurückhaltung.


Ich warte auf ein Zeichen, 
eine Geste, die mir die Erlaubnis erteilt,
Die Erlaubnis das zu sagen, was ich sagen möchte,
Diese Gedanken in Worte zu fassen und zu gestehen.


Stehe ich vor dir, so weiß ich jetzt schon,
werden meine Worte keinen Sinn mehr ergeben,
Mein Mund wird Worte formulieren,
Worte anders als die, die ich meine.


Mein Mund wird trocken,
Meine Gedanken verworren,
Meine Gefühle chaotisch,
Meine Worte ersticken.


Und du bleibst weiterhin ahnungslos.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Fehlende Worte

Jeder Tag ist wie die anderen Tage zuvor, nichts besonderes, nichts spektakuläres.
So war es jedenfalls bisher.
Der Moment deines Erscheinens hat diesen regelmäßigen Ablauf komplett verändert.
Es ist nicht so, dass der Tag spannender geworden ist,
aber die Momente, wie solche, wenn ich dich sehe,
lassen meine Emotionen in die Höhe schnellen.
Der Ausdruck der Freude, die mein Körper von sich gibt, könnten fast zu offensichtlich sein...
Die Unwissenheit, darüber wie du reagieren könntest,
lässt mich davor zurückschrecken dir eindeutige Signale zu senden.


Ob du es merkst wie ich dich ansehe, wie mich deine Anwesenheit erfreut und inspiriert?
Eigentlich bleibt mir nicht genug Zeit, um solche Fragen zu stellen.
Wie würdest du an meiner Stelle reagieren? Wärst du mutig genug das Risiko zu wagen?
Den schmalen Grad zwischen Freundschaft und möglicher Liebe zu überqueren?


Es hilft alles nichts.
Das Gefühlschaos, das in mir herrscht lässt sich nicht zur Ruhe bringen.
Sobald meine Augen deine Anwesenheit wahrgenommen haben, gibt es keine Ruhe mehr.
Mein Kopf fragt mich immer wieder aufs Neue:


Was soll ich machen, 
Was soll ich sagen, 
Wie soll ich mich verhalten?


Ich weiß es nicht.


Vermutlich warte ich darauf, dass du mir ein Zeichen gibst.
Ein Zeichen für deine Zustimmung, dein Interesse. Die Möglichkeit dir meine Gedanken zu sagen.
Heute ist Valentinstag, und ich war trotzdem nicht im Stande irgendeine Anmerkung zu machen,
ein Signal zu senden, das meine Interesse widerspiegelt.
Vielleicht gelingt es mir zu einem anderen Zeitpunkt.
Bis dahin heißt es warten,
warten und nach den richtigen Worten suchen.


Worte die meine Gefühle reflektieren und das Wichtigste rüberbringen.
Was ich möchte, denke und was ich fühle.
Weiterhin muss ich warten...

Sonntag, 29. Januar 2012

Höhenflug

Eine Fahrt durch die Stadt.
Erst mit der Bahn, dann mit dem Bus.
Es ist kalt.
Trotzdem friere ich nicht.
Meine Gedanken halten mich warm.
Gedanken an Mögliches.


Überall sind Läden.
Jedermann läuft gehetzt....genervt...
Alle wollen ihr Ziel schnellst möglichst erreichen.
Meine Gedanken schweifen ab.
Erst in die Zukunft, danach in die Vergangenheit.


Ich nehme ein Kribbeln in meinem Körper war
als ich an etwas denke.
Etwas, dass mir Freude bereitet und gute Laune schenkt.
Es handelt sich nicht um eine materielle Sache.
Es ist wie Sehnsucht und Wiedersehen auf einmal.


Meine Gedanken wollen nicht davon ablassen.
Sie halten sich daran fest und genießen die Möglichkeiten die sich auftun könnten,
wenn alles in eine bestimme Richtung verläuft.
Es ist unwahrscheinlich dass es einfach wird,
aber die Mühe und die Anstrengung könnten sich bezahlt machen.
Davon geht man aus.


Es besteht noch immer Unsicherheit,
doch die Motivation bleibt bestehen.
Ebenso der Höhenflug der Gefühle.
Ungeachtet der Orte gibt es nur diesen einen Gedanken.
Der Unterschied zwischen Segen und Fluch ist jedoch gering,
und der Verlauf des Ganzen entscheidet diesen.


Eine chronische Fröhlichkeit übernimmt die Gefühlsbasis des Körpers
und lässt sämtliche Tätigkeiten in einer neuen Sichtweise erblühen.
Hauptgedanke bleibt weiterhin der Ursprung der Emotionen.

Samstag, 14. Mai 2011

Unantastbar

Da sitzt sie nun, mit dem Kopf an meinen angelehnt, und lauscht der Musik.
Ich höre jeden ihrer Atemzüge... im selbigen Rhythmus pulsiert mein Herz - langsam, ...., ruhig, ....
Ab und zu ein Blick in ihre Augen... in ihre Seele...
Meine Hand streichelt langsam ihren Arm. Aufhören kann ich nicht... will ich nicht...


Ich fühle mich ihr so nahe.... kuschelnd liegen wir auf dem Bett und lauschen der Musik...
Aufstehen würde ich nicht. Nicht bei dem größten Schreck, der mir widerfahren könnte...


Wenn sie aufsieht, in meine Augen sieht, kommt es einem Kuss gleich, so nahe sind wir uns....
Trotzdem bin ich ihr nicht so nahe... Das Physische allein zählt nicht.... denn ich bin ihr so nahe und fühle mich trotzdem so weit  von ihr entfernt, als sei sie unantastbar für mich.


Ich weiß nicht was ich tun soll und was nicht. Ob ich ihr näher kommen kann oder nicht... was sie denkt... ob ich sie störe oder ob es gefällt... all dies bleibt für den Moment ungelöst. 
Doch diese Fragen habe ich nicht in diesem Moment... nicht alle von ihnen...
Das einzige was für mich zählt... ist der Moment. Das schöne Gefühl ihr so nahe zu sein. Ihre Ruhe zu spüren, ihren Atemzug. Einfach nur die Musik zu genießen und die Nähe zu ihr. An nicht mehr und nicht weniger denke ich in diesem Moment...
Die Frage ob es falsch sei wirft sich mir erst im Nachhinein auf.
Ob sie weiß, was ich für sie empfinde weiß ich nicht, vermutlich weiß sie es jetzt. Fühlen sollte sie es zumindest.


In dem Moment der größten Nähe zu ihr... so nahe, dass kein winziges Molekül dazwischen passt, fühlt sich alles wie in Zeitlupe an... Der Moment bleibt auf der Stelle stehen, so sehr genießt meine Seele diese fast schon traute Zweisamkeit...
Doch die Zeit vergeht zu schnell... ein Moment, gefühlt wie Stunden, ist doch schneller vorbei, als man zu glauben vermag...


Nun begebe ich mich ins Reich der Träume mit der Frage, ob und wie es nun weitergehen würde und was sich mir noch alles an Pfade auftun werden...


Der Moment... so unvergesslich schön..... so sehr kurzlebig..... so einzigartig .... und sie so unantastbar....